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Rubrik:
03.07.2008

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder: Meist überdosiert

Bei einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung brauchen Kinder keine Nahrungsergänzungsmittel. Einige Präparate sind sogar bedenklich, da sie zu viele Vitamine oder kritische Mineralstoffe enthalten. Das berichtet Stiftung Warentest in der Juni/08 Ausgabe ihrer Zeitschrift.

Viele Eltern kaufen teure Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für Kinder angeboten werden. Mit Säften und Pillen wollen sie die Abwehrkräfte stärken, das Wohlbefinden verbessern oder die Konzentrationsfähigkeit steigern.

Die Stiftung Warentest orientiert ihre Bewertung an den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Diese Empfehlungen sind relativ streng. Sie beziehen sich auf Nährstoffe, die Kinder täglich zu sich nehmen. Dabei gehen auch angereicherte Lebensmittel wie Säfte, Cornflakes und Milchprodukte in die Rechnung ein.
Mineralstoffe wie Zink, Kupfer, Mangan und Eisen sollten Kinder gar nicht extra bekommen. Im Essen steckt genug davon, so die Empfehlung des BfR.

Für die Untersuchung standen 23 solcher Präparate auf dem Prüfstand, von denen 18 Produkte für Kinder „nicht geeignet“ waren. Bei 12 Nahrungsergänzungen wird zu viel Vitamin A empfohlen. Die fettlöslichen Vitamine A, E, D und K reichern sich im Körper an und können bei übermäßigem Verzehr schaden. In 10 Produkten waren Mineralstoffe enthalten, von denen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Kindernahrungsergänzungen abrät. Dazu zählen Zink, Kupfer, Mangan und Eisen, mit denen die jungen Menschen ausreichend über die Nahrung versorgt sind.
Ein aus den USA importiertes Mittel mit Blaualgen, das im Internet verkauft wurde, enthielt sogar Spuren von Microcystin. Diese Substanz wird als möglicherweise krebserregend eingestuft.

Nur fünf Produkte waren unbedenklich, sind aber bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig. Nur wenn der Kinderarzt einen Mangel diagnostiziert, können Nährstoffgaben sinnvoll sein.

Quelle: Stiftung Warentest, test 6/2008, (23.06.08)



Quelle: Stiftung Warentest





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Schlagworte
Kind, Mineralstoff, Nahrungsergänzungsmittel, Test, Vitamin, Vitaminpräparat


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